WordPress Backup

Backup ist eines der, wenn nicht sogar das wichtigste Thema, seid es Computer gibt. Da ist WordPress keine Ausnahme. Grundsätzlich ist WordPress quasi in zwei Teile aufgeteilt, die Daten in der Datenbank und der PHP-Code in der WordPress Installation. Nachfolgend wird aber ausführlich beschrieben, wie man einen sauberen Backup mit WordPress erstellt (Auszug aus dem eBook, das Du selbstverständlich kostenlos auf dieser Seite downloaden kannst):

25. BACKUP

Ja, und nochmals ja, und ja, ist absichtlich so gross geschrieben!!!! Denken Sie, eine Harddisk ist weniger fehleranfällig, weil sie bei einem Provider XY gehostet wird? Denken Sie, es ist die Aufgabe des Providers, für die 5 Euro pro Monat, die Sie allenfalls für das Hosting zahlen, Ihren Daten Sorge zu tragen und täglich einen Backup zu machen? Oder geben Sie dem kostenlosen Provider die Schuld, wenn Ihre Daten verloren gehen?

Bei Datenverlust gibt es einen einzigen schuldigen – DER BESITZER! Weder die Maschine, noch der Webpublisher – ein guter macht jeweils Backups – noch der Hausbesitzer, in welchem der Strom ausgefallen ist, in welchem dummerweise gerade das Private Hosting stand ist schuld, wenn Sie Daten verlieren. Sind Ihnen die Daten und der Internetauftritt etwas wert, dann ist es Ihre Pflicht, für einen geeigneten Backup bzw. für eine geeignete Datensicherung zu sorgen. Entweder machen Sie es selber, oder Sie beauftragen jemanden damit.

In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie relativ einfach selber eine zuverlässige und auch im Falle eines Restores funktionierende Datensicherung machen können.

Ein WordPress Backup besteht immer aus zwei Teilen: Der WordPress Installation (also der Ordner WP-Include, WP-Admin und WP-Content sowie allen Files, die sich in diesem Ordner befinden) und der Datenbank. Das geht auch nicht mehr im WP-Admin bereich. Der Zeitaufwand für ein Backup beläuft sich je nach Geschwindigkeit der Internetverbindung und der Menge an Bildern zwischen ca. 20 Minuten und 2 Stunden.

Leider geht dieser Teil nicht ganz ohne technisches Know How. FTP und MyPHP Adminmüssen hier ein Begriff sein, ansonst sollte man den Backup nicht selber machen. Wenn Sie sich dies zutrauen oder den Mut haben, es jetzt zu lernen (irgendwann ist immer das erste mal), dann lesen Sie beim technischen Teil weiter. Ganz klar gehört dieser Teil aber nicht mehr in die effektive WordPress-Schulung, sondern ganz klar in den technischen Bereich. Ich nehme mir aber die Mühe, den technischen Teil so detailliert und ausführlich zu machen, dass man es auch zum ersten mal riskieren kann.

Hier braucht es jetzt ein bisschen Computer Basics, anderst geht es nicht und es wäre auch zu gefährlich. Denn hier betreten wir einen Bereich ohne „rückgängig“ Funktion. Wenn wir hier Scheisse bauen (tut mir Leid, aber dieses Wort gehört in diesem Fall genau hier her), dann ist nicht mehr gut. Grundsätzlich kann nichts schief gehen, wenn Sie nur genau das machen, von dem Sie wissen, was es ist, was es tut und warum es dies tut. Finger weg von Funktionen, die Sie einfach mal so ausprobieren möchten. Einfach mal einen Wert ändern in der Datenbank, um zu sehen, was passiert, dafür ist hier kein Platz – es sei denn, Sie möchten sich von Ihrem Internet-Auftritt verabschieden. Selbstverständlich muss sich nicht gleich alles aufhängen, aber es kann. Gerade die WP-Option-Tabelle ist so eine Sache, ist eigentlich Tabu, und doch muss man manchmal etwas von Hand eintragen, wenn Sie zum Beispiel das Hosting auf eine andere Domain umziehen wollen. Und ja, man kann ohne grossen Aufwand 1:1 kopien eines kompletten Webauftrittes machen.

Aber Schrit für Schrit, zuerst an die Basics (das ist mal zunächst recht trockener Stoff, aber wichtig):

FTP-Server – was ist das?

Wenn Sie normalerweise das Internet benutzen, arbeiten Sie mit dem HTTP Prodokoll (Hyper Text Transfer Protocol). Theoretisch greiffen Sie auf die genau gleichen Daten zu, die wir auch backupen wollen, aber der Browser verarbeitet die Daten wie ein Programm, und auch der Server beim Provider liefert nicht die effektiven Dateien, sonder quasi die Inhalte. Die Dateien sind also Quasi schon geöffnet, wenn Sie beim Benutzer ankommen. (Details siehe im Kapitel 30. Technische Grundlagen).

Nun, mit FTP greiffen wir via Internet direkt auf Dateien zu, ähnlich wie wir es direkt auf unserem PC im Datei-Manager machen. Es gibt auch spezielle FTP-Programme, die einen ganz massiven Vorteil haben, aber dazu später. FTP steht für File Transfer Protocol, die empfangenen Daten werden nicht entschlüsselt, und die Inhalte werden nicht verarbeitet. Es werden lediglich ganze Files (Dateien) übertragen. Die FTP-Verbindung stellt dabei die Verbindung zum Server her, ohne dass wir eine Direkte Leitung wie z.B. in einem Netzwerk benötigen.

Damit aber nicht jeder auf die Daten zugreiffen kann oder diese gar manipulieren kann, ist jeder FTP-Server durch Benutzername und Passwort geschützt. Da der Zugriff über das Internet stattfindet, ist es umso wichtiger, dass wir dabei einen starken Benutzernamen und ein starkes Passwort benutzen. Bei WordPress ist dies gleich doppelt so wichtig, denn, hat jemand erst einmal FTP-Zugriff, kann er die WP-Config Datei herunterladen und hat somit gleich auch das Passwort für die Datenbank, denn hier sind die Zugangsdaten zur Datenbank gespeichert.

Datenbank – MyPHP

SQL Datenbanken gibt es diverse, z.B. vom grossen Riesen Microsoft. Der grosse Nachteil bei Microsoft SQL-Datenbanken: Der Provider muss die SQL-Lizenzen teuer einkaufen, das würde sich auf die Hosting-Kosten niederschlagen. Eine günstige bzw. kostenlose Alternative bietet sich mit der Oracle-SQL Datenbank (MySQL wurde von Oracle aufgekauft, ist aber weiterhin kostenlos erhältlich). WordPress arbeitet ausgezeichnet mit diesen Datenbanken, also warum mehr zahlen, als nötig?

Die Datenbanken kann man heutzutage „komfortabel“ in phpMyAdmin verwalten. Komfortabel deshalb in Anführungszeichen, da die Benutzeroberfläche derart vereinfacht wurde, dass nicht nur Vorteile daraus entstanden sind: Eine Datenbank ist in 2 Sekunden unwiederruflich gelöscht, wenn man einfach mal ausprobieren möchte, ob das funktioniert – und es funktioniert! Also bitte nicht ausprobieren!

Ganz kurze Anmerkung: In der Datenbank selber können keine Design-Anpassungen gemacht werden, bzw. allenfalls sind in der Datenbank Werte hinterlegt, die das Design beeinflussen, aber bitte, Finger weg von manuellen Änderungen. Hier hat designtechnische Arbeit mit WordPress nichts verloren! Dazu gibt es den genialen WordPress Adminbereich.

Also weiter mit dem technischen Teil. Zuerst befassen wir uns mit der FTP-Geschichte. Ich werde hier zwei wege konkret erläutern und deren Vor- und Nachteile deteilliert aufführen.

Der erste, einfachste Weg (zumindest am Anfang, denn die Oberfläche dürfte einem vertraut vorkommen) ist der Weg mit dem ganz normalen Datei-Manager. Dieser Weg ist aber nicht empfehlenswert, für die Grundlagen aber wichtig. Vorweg: Wenn Sie einmal einen Crash mit dem Datei-Manager hatten, werden Sie diesen Weg nie wieder gehen wollen bzw. verstehen dann, warum ein ausgewachsener FTP-Client (das ist der zweite Weg) um Meilen besser ist.

Öffnen Sie den Dateimanager. Es spielt keine Rolle, in welchem Unterverzeichnis Sie sind, Sie können auch die Eigenen-Dateien öffnen.

Sie sehen oben im Balke nun die Adresse, also die Position, wo der Datei-Manager aktuell steht bzw. der visualisierte Inhalt des Dateisystems wiederspiegelt. Wir verlassen jetzt unser lokales Dateisystem und zeigen den Inhalt unseres Servers an.

Zu diesem zweck geben wir in der Adresszeile unseren Servername ein, angeführt mit einem „ftp://“, welches dem Datei-Manager anweist, das Dateisystem auf dem Internet zu suchen bzw. via File Transfer Protocol direkt auf den Server zuzugreiffen. Übrigens sind heute die meisten Webhostings Virtuelle Server, das heisst, unser Server www.xyz.com ist in Wirklichkeit beim Provider in einem Unterverzeichnis. Zum Glück oder hoffentlich hat nie jemand wirklich Zugriff auf das Hauptlaufwerk. Könnten wir das Laufwerk beim Provider sehen, so stünde da z.B.c://webhosting1/www.xyz.com, im besten Fall gehört das Verzeichnis webhosting1 uns alleine.

Mein Server heisst zum Beispiel www.powerversand.eu, also gebe ich in der Adresszeile ein: ftp://www.powerversand.eu

Automatisch kommt die Anmeldemaske, ähnlich, als hätten wir ein lokales Unterverzeichnis Passwortgeschützt. Geben Sie hier nun Ihren Benutzernamen und das Kennwort ein. Achtung Stolperfalle: Das ist die FTP-Anmeldung. Mit dem WordPress Login kommen wir hier (hoffentlich) nicht weiter, es sei denn, die Sicherheit wurde vernachlässigt und das gleiche Login wurde auch für den FTP-Server verwendet. Falls das der Fall wäre, seien Sie sich einfach bewusst, dass jemand, der Ihr WordPress Login kennt, vermutlich als nächsten Schritt gleich versuchen wird, sich in den FTP-Server einzuloggen – das wars dann mit Ihrer Seite, wenn derjenige Ihnen Böses will.

Das Kennwort wird verdeckt dargestellt. Klicken Sie auf Anmelden. Stimmt das Login, so kommen Sie jetzt direkt auf Ihren Server. Sie sehen jetzt alle Dateien und Verzeichnisse, die im Hauptverzeichnis Ihres Servers sind. Nun ist es wichtig, zu wissen, in welchem Unterverzeichnis sich allenfalls die WordPress installation befindet, wenn sie nicht direkt im Hauptverzeichnis installiert ist. Bei vielen Providern wird diese z.B. im Verzeichnis httpdocs installiert.

Erkennen lässt sich eine WordPress Installation ganz einfach: Dort, wo WordPress installiert ist, befindet sich immer der Ordner „wp-admin“, „wp-content“ und „wp-includes“ plus diverse Dateien, dabei auch die „wp-config.php“.

Für das WP-Backup brauchen wir genau diese deri Verzeichnisse plus alle Dateien, die sich in diesem Ordner befinden (hell markiert):

 

Wir kopieren jetzt diese drei Verzeichnisse und alle sich hier befindlichen Dateien. Markieren Sie diese (Shift gedrückt halten und Dateien und Verzeichnisse anklicken). Das sollte dann ungefähr so aussehen wie in der folgenden Grafik. Anschliessen halten Sie CTRL (oder je nach Tastatur STRG) gedrückt und drücke den Buchstaben „C“ (für Copy). Jetzt ist der Computer (Ihr lokaler Computer) angewiesen, diese Dateien zu kopieren.

 

Ich empfehle Ihnen, jetzt einen zweiten Datei-Manager zu öffnen. Sie können den folgenden Schritt aber auch im gleichen Fenster durchführen. Allerdings müssen Sie sich dann, falls Sie noch einmal via FTP auf Ihren Server zugreifen wollen oder müssen, nochmals neu einloggen. Der Datei-Manager loggt sich automatisch aus, wenn man einen anderen Server oder ein Lokales Verzeichnis anwählt. Also, am besten jetzt einen zweiten Datei-Manager öffnen und das lokale Bakcup-Verzeichnis auswählen bzw. neu erstellen.

Empfehlung: Falls immer Sie ein anderes Laufwerk als C:/ zur Verfügung haben, wählen Sie bitte ein anderes Laufwerk. Müsste das Betriebs-System nämlich neu auf Ihrem PC oder Laptop installiert werden, würde das gesamte Laufwerk C:/ überschrieben, somit ist Ihr Backup weg.

Doppelklicken Sie also nun auf das erstellte Verzeichnis. Halten Sie die CTRL-Taste gedrückt (je nach Tastatur die STRG) und drücken Sie gleichzeitig die Taste „V“ (Visible). Im besten Fall werden die Dateien jetzt in Ihr Verzeichnis kopiert. Hier macht sich unter Umständen aber gleich ein grosser Nachteil beim Arbeiten mit dem Datei-Manager bemerkbar.

Eigentlich sollte Ihr Computer-Bildschirm jetzt so oder ähnlich aussehen:

 

Die Dateien werden nun kopiert. ABER: Der Datei-Manager eignet sich nicht für grosse Dateimengen. Einzelne kleine Ordner oder einzelne Dateien sind kein Problem. Aber Ihr Bildschirm könnte auch so aussehen (in meinem Fall ein glücklicher Umstand, um das gleich hier zu Demonstrieren). Wie auch immer, nach diesem Absturz musste ich soeben mein System neu booten. Soviel ich weiss hat Microsoft dies auch mit Windows 10 immer noch nicht korrigiert (ich werde es auf jedenfall nicht ausprobieren).


Der Datei-Manager hat erhebliche Probleme, wenn der Datenstrom für einen kurzen Moment abreisst und er sich nicht mehr neu anmelden kann. Bei grösseren Datenmengen und einem Backup ist dringen die Arbeit mit einem FTP-Client, also einer Software, die darauf spezialisiert ist, mit „Fehlern“ und Datenstrom-Abrissen umzugehen, zu arbeiten.

Ist der Kopiervorgang aber Erfolgreich, haben Sie nach Beendigung die komplette WordPress installation gesichert. Jetzt braucht es nur noch die Sicherung der Datenbank.

Nachfolgend aber ein Print-Screen, wie Ihr Bildschirm nicht aussehen sollte.

Und Nachteil Nummer 2 Beim Arbeiten mit dem Datei-Manager: Versuchen Sie mal, den Kopiervorgang zu unterbrechen. Gut möglich, dass Sie bzw. Ihr System dazu nicht in der Lage ist.

BESSER – ABER FÜR DAS VERSTÄNDNIS WAR DER DATEI-MANAGER GANZ GUT

So, nun zum schönen, professionellen Weg.

Laden Sie sich FileZilla vom Internet und installieren Sie die Software. FileZilla hat sich seit Jahren bewährt und ist im Gegensatz zu CuteFTP (welches auch eine hervorragende Software ist) immer noch kostenfrei.

Die Offizielle Internet-Seite heisst: https://filezilla-project.org/

Starten Sie das Programm, die Oberfläche sieht, je nach Version, ungefähr so aus:

Bei Server geben Sie wieder Ihre URL an, diesmal ohne „ftp://“, das mach FileZilla automatisch. Also nur www.xyz.com, oder in meinem Fall www.powerversand.eu

Bei Benutzername geben Sie Ihren FTP-Benutzernamen ein, beim Passwort das FTP-Passwort (Vorsicht, in der Regel ist das nicht das WordPress Login!). Den Port lassen Sie leer (braucht es nur, falls Ihr Provider für das FTP Protokoll einen anderen Port als den Standard-Port 21 verwendet).

Klicken Sie auf verbinden

So, jetzt kann man richtig arbeiten. Je nach dem, wie lange Sie schon mit Computern arbeiten, ist die Darstellung etwas gewöhnungsbedürftig. Für alle, die schon bei Windows 3.11, 95 oder 98 dabei waren, ist das nichts neues.

Im linken Fenster sehen Sie Ihr Lokales Dateisystem. Im rechten Fenster das Dateisystem des Servers.

Wählen Sie jetzt im linken Fenster zunächst das Verzeichnis, in welchem Sie Ihre WordPress Installation sichern möchten. Dabei wählen Sie einfach im oberen linken Fenster Ihr Verzeichnis durch einfaches anklicken. Im unteren linken Fenster erscheint nun ein (fast) leeres Fenster, oder falls Sie mit der vorherigen Variante bereits einen Backup erstellt haben, die bekannten 3 WordPress Ordner „wp-admin“, „wp-content“ und „wp-includes“ sowie alle Dateien in diesem Ordner.

Falls letzteres der Fall ist, erstellen Sie bitte ein neues Verzeichnis durch rechtsklick auf das Laufwerk bzw. einen gewünschten Unterordner und wählen „Verzeichnis erstellen“. Von der Lösch-Funktion lassen wir im Moment mal noch die Finger, können Sie auch, aber wenn, bitte NUR IM LINKEN FENSTER, wie gesagt ist das rechte Fenster das Abbild des Servers. Wenn Sie da was löschen, ist es weg, und zwar für Immer!!!!! Das können erfahrene User machen, aber bitte nicht, wenn Sie zum ersten mal mit einem FTP-Client arbeiten. Ausserdem ist eine Grundregel in der EDV: Gelöscht wird erst, wenn mindestens zwei Backups bestehen!

Ihr Fenster sollte jetzt also ungefähr so aussehen:

Geben Sie dem Ordner einen sinnvollen Namen, den Sie auch in ein paar Wochen wieder erkennen. Haben Sie vor, regelmässig Backups zu machen, weil sich die Seite schnell ändert, so ist auch eine Datumsangabe sinnvoll.

Enter (Eingabetaste), und lost. Klicken Sie nun im oberen linken Fenster das neue Verzeichnis an. Dieses sollte nun leer sein.

Übrigens sehen Sie, dass bei mir mittlerweile die Verbindung zum Server getrennt wurde. Das spielt aber keine Rolle, das ist genau der Vorteil von einem FTP-Client (oder FTP-Programm), sobald ich nämlich irgend etwas auf dem Server machen will, wird die Verbindung augenblicklich wieder hergestellt, ohne dass ich mich jedes mal wieder neu anmelden muss.

So, jetzt geht’s an den Backup. Zur repetition: Wo haben wir unseren Server bzw. die Server-Daten? Genau, in den rechten Feldern. Wenn Sie noch nicht im richtigen Unterverzeichnis sind, dann klicken Sie im oberen rechten Feld das gewünschte Verzeichnis einmal an.

Sobald Sie die 3 WordPress Ordner im linken unteren Feld sehen (also nochmals zur Repetiotion „wp-admin“, „wp-config“ und „wp-includes“), wählen Sie diese an. Dazu halten Sie die Shift-Taste gedürckt und wählen mit der Maus zuerst den obersten Ordner für den Backup (also in meinem Beispiel „wp-admin“) und die letzte Datei (in meinem Beispiel „xmlrpc.php“) – Shift Taste immer noch gedrückt halten, nicht loslassen – und ziehen die Dateien in das linke untere leere Fenster (einfach linke Maustaste gedrückt halten auf der letzten Datei und rüberziehen). Linke Maustaste und Shift jetzt loslassen – jetzt tschättert’s, und zwar zuverlässig. Der Bildschirm sollte jetzt ungefähr so aussehen:

Sie sehen und erleben jetzt diverse Vorteile eines FTP-Cleints:

  1. Man hat den Überblick, ob noch was geht oder nicht und wird nicht mit einem „Kopieren-Fenster“ abgespeisst. Man sieht genau, ob noch was läuft, ob Fehler aufgetreten sind, welche Dateien gerade verarbeitet werden usw.

  2. Bei einem kurzfristigen Time-Out (wenn die Internet-Verbindung unterbrochen war oder zu lange Reaktionszeiten hatte), wird die Verbindung unverzüglich wieder aufgenommen

  3. Im untersten Fenster kann man den Vorgang jederzeit und ohne Probleme durch klicken der rechte Maustaste abbrechen oder unterbrechen.

  4. Auch wenn die Internetverbindung noch so langsam ist, seit 17 Jahren habe ich es noch nie erlebt, dass sich ein FTP-Client wie FileZilla oder CuteFTP aufgehängt hat.

So, der erste Schritt von einem WordPress Backup wäre also geschaft. Ich weiss, viel geschrieben, aber das sind Basics, die Sie wissen müssen. Wenn Sie das ganze mal zwei- oder dreimal gemacht haben, dauert dieser Vorgang noch eine Minute, und Sie können Kaffe trinken gehen und warten, bis die Dateien kopiert sind.

Jetzt gehen wir an die Datenbank, das kann man parallel machen.

Dazu öffnen wir den Browser. Gundsätzlich müssen wir uns jetzt bei unserem phpMyAdmin einloggen. Der weg dazu kann aber von Provider zu Provider etwas unterschiedlich sein, bzw. einfacher. Wenn Ihr Provider z.B. mit der Plesk-Oberfläche arbeitet, ist es einfacher, sich bei der Plesk-Oberfläche einzuloggen und dann unter Datenbank auf phpMyAdmin zu klicken. Nachfolgend eine Plesk-Oberfläche:

Login (achtung, Plesk hat in der Regel ein eigenes Login, das ist weder das WordPress Login, noch das FTP-Login noch der Datenbank-Login):

Nach eingabe des Benutzernamen und des Passworts erscheint diese Oberfläche (ungefähr, kann sich etwas unterscheiden von der Ihrigen):

Klicken Sie nun links auf Datenbanken und anschliessen auf phpMyAdmin